Vom Kamerapech und Storchenglück

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So ein Pech aber auch! Kaum hat die Saison mit der Ankunft unseres Männchens Anfang Februar begonnen, streikt die Kamera nach mehreren stürmischen Wetterlagen und liefert keine Bilder mehr. Einige haben sich sicherlich auch schon gefragt, warum wir dies bisher noch nicht behoben haben. Doch leider ist es nicht so einfach mit der „modernen Technik“ wie wir anfangs dachten.

Was wir bisher nur wissen ist, dass die Kamera nicht von „unten“ neu gestartet werden kann. Sondern für weitere Analyse des Fehlers, ggf Reparatur oder Ersatz vom Horst demontiert werden muss. Eigentlich auch kein großer Aufwand, wenn da nicht immer bei passenden Wetter unser Storch im Nest sitzen würde.. Und das tat er in den letzten Wochen sehr geduldig..  Schaute in den Himmel und klapperte den nachziehenden Störchen, die so langsam nach und nach aus den Süden zurückkehren, entgegen.. Zur Verteidigung seines Horstanspruches und in der Hoffnung, dass seine Partnerin aus dem vergangen Jahr unter diesen endlich zurückkehren würde. Und genau das war für uns entscheidend mit dem Einsatz an der Kamera noch zu warten.. Zu groß das Risiko, dass er durch die Besteigung des Horstes verunsichert,verängstigt und womöglich diesen noch aufgeben könnte. Hier ist noch Geduld gefragt, auch wenn uns selbst der tägliche Blick auf Kamera schon sehr fehlt.  Aber es tut sich was, denn….

… zum bisherigen Kamerapech auf der einen Seite, gesellt sich nun endlich wieder auch das Storchenglück auf der anderen Seite.

Siehe da auf unserem Storchennest ist seit heute morgen wieder ein glückliches Storchenpaar zu sehen. Und so werden die Thränaer nun wieder täglich am Morgen und den ganzen Tag über mit herrlichen zweistimmigen Geklappere und allerhand Treiben verzückt.  Darauf haben wir in den letzten Tagen alle gewartet, auch wenn es nicht wie erhofft die vertraute Störchin und Partnerin aus den vergangen Jahren ist, die nun auf dem Horst Platz genommen hat.

Vorausgegangen waren zwei Tage der Bekanntmachung und Bezirzung, die nur aus der Ferne von unserem ansässigem Storch geduldet und bei jeglicher Annäherung an den Horst mit einer konsequenten Vertreibung geendet hat. Und so war doch einiges an Flugmanövern rund um den Horst zu beobachten. Denn die Störchin auf ihrer Partnersuche hatte sich ganz augenscheinlich genau in diesen Storch und seinen Horst verliebt und dachte einfach nicht daran sich so einfach abschütteln zulassen.. Letztendlich haben sie nun, nach zwei Tagen des Annäherns, im Mondschein der letzten Nacht zueinander gefunden und verbringen seit dem die Zeit gemeinsam..

Für uns beginnt nun das Warten auf das erste Ei im Nest und die Hoffnung, dass wir nun endlich von den Beiden die Erlaubnis und Zeit bekommen die Kamera zu reparieren und bis spätestens dahin wieder in Dienst zu stellen..

Alles weitere dann hier.. bis demnächst.

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